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Irgendwas mit Frust (Sandhausen – FCSP 4:1)

Sonntagmorgen kurz vor 2 früh, normale Menschen feiern noch oder schlafen bereits, ich stehe auf, ich muss nach Sandhausen.

Beziehungsweise vorher nach Heidelberg, das liegt ja unweit von Sandhausen und sollte sehr sehenswert sein. Gegen kurz vor 8Uhr war ich dann da (Ja, manchmal hat das Leben im Exil seine Vorteile, wenn das dies auch gleichzeitig bedeutet, dass das Spiel gegen Köln für mich schlicht unmöglich sein ist(Wenn ich jetzt nicht müde des Protestes wäre, würd ich noch was von wegen Scheiß Sport1 schreiben, aber nach Jahren hat man sich dran gewöhnt.. leider)), die Fahrt war etwas nervig, Weichenstörungen, viele Cops auf dem Weg zur Arbeit, ne Menge betrunkene Karnevalisten, aber ereignislos.

Ja, was soll mensch zu Heidelberg sagen? Wirklich sehr schön, ich hätte gern  ein Vielfaches der Zeit gehabt, um mir alles anzusehen, so reichte es nur für das Schloss und einige Kleinigkeiten. Das Schloss ist allerdings sehr empfehlenswert, wer von euch mal in der sein sollte, unbedingt ansehen!

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Darauf ging es dann mit dem Auto weiter nach Sandhausen. Eine Kleinstadt, nichts Besonderes, eben wie es sie Hundertfach im hiesigen Nationalstaat gibt.

Am Stadion angekommen, ging es nach einem Abstecher im Vereinsheim durch ein Waldstück zum Gästeblock. Die Busfahrer_innen berichteten, sie seien auf einem Acker angekommen. Schön, dass man in Sandhausen zumindest an die Hools gedacht hat. An potenziellen Gegnern hätte es aber gemangelt, Sandhausen kriegt ja notorisch nichts auf die Reihe. Dazu später mehr.

Einlasskontrolle war kein Problem, ging alles locker mit rein, die Stadionordnung sah ja einige Beschränkungen vor, linksradikales Propagandamaterial etc. Extremismustheorie, yeah!

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Das Stadion, ein um zusammengewürfelte Tribünen erweiterter Dorfplatz hatte schon seinen Charme, viele Stehplätze, sehr cool. Leider war der Gästeblock nicht sehr breit und bestand nur aus einigen wenigen Reihen, da gestaltete sich organisierter Support als sehr schwer bis komplett unmöglich.

Ja, zum Spiel.. ich fass mich kurz. Ich bin Leiden gewöhnt und nehme meiner Mannschaft auch eine deutlichere Niederlage nicht übel, aber da ging ja gar nichts! Kein Kampf, kein Einsatz, nichts! Wir stehen weiter hinter euch, aber es MUSS jetzt besser werden, wenn wir nicht in akute Abstiegsgefahr geraten wollen. Und in Anbetracht der finanziellen Lage möchte ich nicht unbedingt absteigen.

Auf der Tribüne links vom Gästeblock stand dann auch ein Haufen von 20-30 Leuten, die versuchten ihr Team zu supporten. Ich kann verstehen, wenn man in Sandhausen jetzt nicht das Fanpotenzial wie in Großstädten hat, aber die paar, das waren schon echt krass wenig. Auch die Umstehenden Konsumenten zogen selbst nach höherer Führung nicht mit, das kannst du wohl vergessen da.

Eine Abreise war auch nicht möglich, da man für die Gäste zunächst ganze zwei Busse stellen konnte, das ist etwas zu wenig. Also Fußmarsch quer durch ein Wohngebiet zum Bahnhof, wo dann natürlich auch alles hoffnungslos überfüllt war. Diese Abreisemängel haben mir dann noch einen verpassten Anschlusszug und damit einen 1,5h Nachtspaziergang durch Fulda eingebracht. Immer in Bewegung bleiben. Oder so. Wie sehen uns in zwei Wochen.

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