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War ein langer Tag.. (FCSP – 1860 3:1)

Nach dem für mich persönlich sehr frustrierenden Auftritt in Dresden, spielte unsere Equipe am Samstag gegen den nächsten tendenziell eher unsympathischen Verein, 1860 aus Giesing. Wo ich so darüber nachdenke, wo das überhaupt in München liegt, kommt mir doch dir Idee, dass ich mit den Kollegen eigentlich ne Fahrgemeinschaft hätte bilden können. Passt dann gut zu meinen Auswärtstouren mit Crew Eleven. Nun ja.

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Vorangegangen war zu dem Spiel eine Anreise mit einem Fernbus, was im Voraus in meinem Freundschaftskreis eine heitere Diskussion über die politische korrekte Art des öffentlichen Fernverkehrs auslöste. Busse kann da ja irgendwie nicht Lösung sein, aber bei den  Frechheiten, die sich die Bahn rausnimmt, war ich doch mal ganz zufrieden, eine Alternative zu Zug und PKW zu haben.

 

Es war jedenfalls auch nicht alles schlecht, W-LAN, bequeme Sitze, saubere Toiletten, kein Alkoholverbot und das kleine Bier 1,50Oiro. Fahrtpreis ging in Ordnung, etwas billiger als die Wochenendticketvariante der Bahn, eine Stunde Verspätung, CO2-Kompensation gab es für einen minimalen Betrag dazu.

 

Also es ist keine unbequeme Art anzureisen, aber auf Dauer würde ich mir endlich mal ein sinnvolles Konzept für öffentlichen (Fern-) Verkehr wünschen, anstatt mehr Marktwirtschaft und Liberalisierung.

 

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Nach der subtilen Werbung für deutsche Busunternehmen (ich muss ja auch sehen, wo ich bleibe), kommen wir nun also zum Kern des Ganzen, dem Spiel am (gefühlten) Samstagmorgen. Der Gegner, wie oben bereits erwähnt, waren die Löwen aus München, für mich eher ein unsympathischer Verein, nicht zuletzt auch durch den Einstieg eines Investors und der politischen Einstellung einiger Menschen dort. Angeblich haben die Fans, die sich dort konsequent gegen Nazis stellen, zur Zeit einen schweren Stand. Ich kann dazu aber nichts Gesichertes sagen. Aber auch durch meine persönlichen und die Kontakte unserer Szene zur Schickeria hatte ich generell nie vor, Sympathien mit 60 aufzubauen.

 

Supporttechnisch war das Spiel sehr interessant. Der Punkt für das beste Intro geht definitiv an die Nordkurve, eine tolle Choreo, großen Respekt und weiter so!

 

Süd und Gegengrade habe ich als leiser als normalerweise empfunden, aber wen wundert es auch bei diesen Anstoßzeiten. 13Uhr. Die beste Zeit, um sich die Kehle aus dem Leib zu brüllen.

 

Schön anzusehen war auf jeden Fall die Präsenz vieler Freunde aus Glasgow und auch darüber hinaus auf allen Tribünen.

 

Den Gästeblock habe ich nicht wirklich vernommen, das bisschen Rauch in der zweiten Hälfte sah dann irgendwie auch nicht wirklich spektakulär aus, dafür war es zu wenig.

 

Stichwort Diffidati-Marsch: Die Luft sei raus, ist in der aktuellen BASCH zu lesen. Richtig, ist sie tatsächlich. Aber wen wundert es? Es ist jedes zweite Wochenende genau dasselbe, ist doch logisch, dass irgendwann das besondere Gefühl daran verloren geht. Wenn wir jedes Heimspiel eine große Pyroshow abziehen würden, wäre das am Anfang auch total super und irgendwann gewöhnt mensch sich eben daran. Ich empfinde den Marsch trotzdem als gute Institution, lasst uns zusammen überlegen, wie wir dort wieder etwas mehr Feuer entfachen können!

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Zum Spiel (ja, ich weiß, ihr seid alle scharf auf meine detaillierten, fachmännischen Analysen) ist zunächst als positiv herauszustellen, dass endlich ein eklatanter Fehler behoben wurde. Die Mannschaft hat nach dem Führungstreffer nicht aufgehört Fußball zu spielen (wie so oft), sondern hat weiter Druck gemacht, war früh am Gegner und hat trotz der Führung versucht, weiter Tore zu schießen. Hat ja nach dem 2:1 gut geklappt. Keine Frage, ich hatte schon Bilder aus Dresden im Kopf.

 

Aber es hat alles geklappt, wir haben sehr wichtige 3 Punkte geholt und sind dem Klassenerhalt ein Stück näher gekommen.

 

Nach dem Marsch stand ja noch das unglaublich komplizierte Abendprogramm an. Ein kleiner Kritikpunkt: Warum bitte, veranstaltet unsere Szene drei Termine an einem Abend?

 

So musste das Konzert der Skinheads für mich leider ausfallen, was sehr schade ist, da ich ein großer Freund der Prager (Musik-)Szene bin. Wenn jemand von euch Leserinnen und Lesern übrigens mal dahin will, meldet euch, ich hätte Lust 😉

 

Die Celtic Sankt Pauli-Party im Knust gefiel allerdings auch sehr gut, es war vor allem ein sehr schöner Rahmen würdevoll Abschied von Frau Thatcher zu nehmen. Zu ihren Ehren wurde sogar der Pfeffi umbenannt 😀

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Es war eine sehr schöne Gelegenheit, neue Kontakte nach Glasgow zu knüpfen und natürlich wurde auch das ein oder andere Getränk konsumiert. Ich glaub bis heute, in diesem Whiskey ist Alkohol.

 

Das Line Up war gut, die Millerntor Brigade sollte ja bekannt sein, mein Tageshighlight war die Folk Punkband „Falperrys“ aus Vigo. Richtig stark! Gary & The Exiles sind auch live sehenswert, vorausgesetzt, mensch steht auf Irish Rebel Music.

 

Danach ging es ins Gängeviertel zur Soliparty für den Zeckensalon und das AZ Altona. War erstaunlich gut besucht und eignete sich wirklich um auch noch die letzten Kräfte wegzutanzen. Und dabei sogar noch was Gutes tun.

 

 

 

Es gibt übrigens Dinge, die lassen wir uns nicht nehmen. Zum Beispiel Sylvie van der Vaart auf dem Cover unseres Lieblingsfanzines und ein edlen Tropfen Wodka mit Feige. Salonkommunismus und Plastikrebellion hin oder her, her mit dem schönen Leben! Das Bild stammt vom Kleinen Tod, mit dem ich, nebenbei bemerkt, den ganzen Nachmittag/ Abend verbracht habe. Lest sein Blog, Leute! Liebe Grüße an dich und natürlich an euch alle, dieses schöne Wochenende möglich gemacht haben.

 

In ewiger Liebe,

 

euer Buci

 

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